Aus und In Inns´Bruck

Inns´Bruck: Eindrücke und Ausdrücke

Heute gibt es zwei kurze Berichte von und aus Innsbruck. Foto 1

  • Zum einen über die Stadt selbst und meine ersten Tage hier
  • und zum anderen über die ersten Erlebnisse im Rahmen der von mir besuchten Seminare an der Uni Innsbruck.

Du bischt nit aus Innschbruck, oder?!

Wer glaubt in Innsbruck als gebürtige Oberösterreicherin und Wahlwienerin unentdeckt zu bleiben, der irrt. – Sobald man den Mund aufmacht und versucht zu kommunizieren, wird man als Nicht-Tirolerin identifiziert. Was im Generellen nichts ausmacht, denn die Reaktionen darauf sind meist sehr freundlich und herzlich.

Freundlich und Herzlich. – So könnte man die ersten Eindrücke aus Innsbruck und von den InnsbruckerInnen umschreiben. Ein in Wien vermeintlich höfliches aber doch eher zur Routine gewordenes „Schönen Tag noch“, ist in Innsbruck ein scheinbar ehrliches und von Herzen kommendes „Schens Tagerl!“. – Das erstaunt zunächst und erfreut schließlich.

Innsbruck ist anders, oder? Ja, es scheint als sei Innsbruck in vielerlei Hinsicht anders als gedacht. So denkt man als Wienerin über Innsbruck, dass diese Stadt durch die Eingekesselheit durch Berge doch eher klein und engstirning sein muss. Doch schon alleine das hier überall und an jeden Satz angehängte „Oder“ verweist darauf, dass Engstirnigkeit hier nichts verloren hat. Denn dieses „Oder“ wirkt nicht nur als Ausdruck der eine Bestätigung erwünscht, sondern auch als Eröffnung eines Möglichkeitsraums. Dieses „Oder“ kann immer bedeuten, dass etwas in bestimmter Weise ist, oder auch anders.

Dass sich die InnsbruckerInnen mehr Möglichkeitsräume erschaffen, habe ich nun schon in dieser ersten Woche erfahren dürfen, oder? So meinte ein Seminarleiter Dienstagsmittag – wohlgemerkt: Faschingsdienstag! – dass wir das Seminar nun eine Stunde früher beenden, denn es sei ja Faschingsdienstag! Das gehöre doch gefeiert.
Und so war es auch. An jenem Tag wo man in Wien unter Tags vereinzelt Prinzessinnen und Clowns erspäht, jedoch zu später Stunde das Bermuda Dreicheck von lustigen Narren gefüllt sieht, ist Innsbruck ab Mittag im Ausnahmezustand. Geschäfte schließen, die MitarbeiterInnen der Kaffees ziehen selbst geschminkt und verkleidet um die Häuser, StudentInnen sind erstaunt darüber, dass sie an einem Faschingsdienstag überhaupt eine Vorlesung haben und die Universitäts- und Landesbibliothek schließt bereits um 12:00. Bereits ab 15:00 war der Stadtkern von Partygästen gefüllt, die ihrerseits von alkoholhaltigen Getränken gefüllt gewesen schienen.

Danke für diese Eindrücke.
Danke für neue Ausdrücke.
Und Danke an alle, die den Start in Innsbruck so feierlich mit uns begangen haben.

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