Forschungsgegenstand und Forschung ist Gegenstand

Der zweite Beitrag heute dreht sich um meine Erfahrungen, Inputs und Anstöße, die ich durch die ersten Seminare im Rahmen des PhD-Programms an der LFU Innsbruck erhalten habe.
Dies waren

  • ein Seminar mit dem Titel „Theorie – Methoden“ bei Prof. Theo Hug und
  • eines zu „Projektmanagement und Forschungsförderung“.

Forschungsgegenstand

Im Seminar von Prof. Theo Hug haben die TeilnehmerInnen zunächst über ihre recht unterschiedlichen Forschungsvorhaben gesprochen. Dabei schienen einige noch recht vage Vorstellungen zu haben, während andere schon sehr konkrete Pläne geschmiedet hatten.

Spannend war es insbesondere jener Moment, wo man den konkreten Forschungsgegenstand des eigenen Vorhabens benennen sollte. – Zugegeben, die scheinbar einfache Aufgabe, hat sich als wirkliche Herausforderung dargestellt.Foto 3-1

Was ist mein ForschungsGEGENSTAND?
Was ist – so die anderen TeilnehmerInnen – meine „Dampfmaschine“ die ich erfinden möchte?
Was ist jener Gegenstand, auf den ich mit dem Finger deuten und sagen kann: „Um den geht es mir“?

Da ich im Rahmen des Seminars meinen Gegenstand nicht klar benennen konnte, begleitet mich diese Aufgabe in den kommenden Wochen. Fraglich ist für mich, ob die Benennung sich deswegen so schwer darstellt, weil ich eine Bildungstheoretische Arbeit schreiben möchte oder weil ich den Forschungsgegenstand noch nicht klar und ein zu großes Konzept vorliegen habe.

Um eine Idee zu erhalten, worüber meine Gedanken kreisen, hier ein kurzer Abriss:

  • Ist der Forschungsgegenstand in einer Bildungstheoretischen Forschungsarbeit die Bildungstheorie selbst?
  • Oder ist es das Individuum, das sich selbst innerhalb einer bestimmten Kultur, einer bestimmten Gesellschaft weiter-/entwickelt?
  • Ist der Forschungsgegenstand einfach nur „Bildung“?
  • Oder ist es in meinem Fall der Trias: Bildung – Krise – Spiel?
  • Ist der Forschungsgegenstand die Entwicklung bzw. Adaptierung einer Allgemeinen Didaktik? Und ist dies nicht eigentlich viel zu groß gedacht? Klingt das nicht sogar anmaßend?

Hier bin ich für Diskussionen, Anregungen, Kommentare etc. dankbar.

Forschung als Gegenstand

Im Seminar zu Projektmanagement und Forschungsförderung hat sich die bereits verbreitete Vermutung, dass die Förderungslandschaft von DissertantInnen in Österreich sehr spärlich gesät ist, noch einmal bestätigt.

  • Spannend war insbesondere die weitverbreitete Praxis, dass JungwissenschaftlerInnen selbst Forschungsgelder einwerben um sich mit diesen dann „selbst an einer Universität zu beschäftigen“ also anzustellen. Auch wenn dies üblich ist, so scheint es dennoch eine etwas verdrehte und seltsam anmutende Praxis zu sein.
  • Spannend war jedoch auch, dass obwohl es derart widrige Umstände und Fördermöglichkeiten für JungwissenschaftlerInnen gibt, viele der TeilnehmerInnen gespannt auf die Ausführungen zu Habilitationsstipendien gespitzt haben. – Als würde man sich in Gedanken schon woanders hinbeamen.
  • Und nicht zuletzt war die Mischung der TeilnehmerInnen – von Materialwissenschaftlerinnen, über Architekten, zu Psychologen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen, hin zu Geisteswissenschaftlerinnen wie mir – eine sehr spannende. Verbinden tut all diese, die Notwendigkeit sich in irgendeiner Form Geld zu beschaffen um die Promotion durchführen zu können.

Ich bin gespannt was die nächste Woche bringt.

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