Das forschende Hirn sucht weiter…

In der Änderungsschreiberei werden Texte gesponnen, aneinander geheftet und miteinander verwoben, um Veränderungsprozesse zu beschreiben, sie zu greifbaren Stoffen und ihre Textur erkennbar werden zu lassen. Ein Veränderungsprozess wurde hier schon öfter thematisiert und bezieht sich auf Momente des Verfassens der Dissertation und auf den Abschluss des Doktorats. Dieser Veränderungsprozess wird in diesem Beitrag nun ins Zentrum gerückt. Aus gegebenem Anlass wird ihm etwas mehr Platz eingeräumt. Dabei wird der Veränderungsprozess – so es einer ist oder war –retrospektiv von hinten aufgerollt. „Das forschende Hirn sucht weiter…“ weiterlesen

Medienbildung: Wissenschaftstheorie, Methodologie, Forschungsprogrammatik, Empirie

Liebe Leute,

in diesem Jahr  wird unsere Flensburg Winter School 2016 am Seminar für Medienbildung (Europa-Universität Flensburg) ein Stück erweitert. In diesem Jahr – oder für die ÖsterreicherInnen unter uns: heuer – haben wir am ersten Tag (24.11.2016) eine Schwerpunktsetzung auf Fragen rund um MedienbildungsFORSCHUNG, denen wir uns in einem offenen, diskussionsfreudigen Forschungssymposium widmen. Der zweite Tag (25.11.2016) konzentriert sich wie gewohnt auf den Austausch von Akteuren aus Schule, Forschung und Politik im Kontext der medienpädagogischen Praxis (bspw. an Hand konkreter Medienbildungskonzepten von Schulen).

Anbei der Call.
Einreichungen (Abstract, 3.000 Z., all incl.) sind bis 22.Mai 2016 möglich.
Mail an: symposium-medienbildung@uni-flensburg.de
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich freue mich insbesondere auch auf das „Schnacken“ – oder für die ÖsterreicherInnen: Sudern und Ratschn – am 24.11. Abends. Zur Info: Es gibt u.a. Currywurst und Flensburger Bier. „Medienbildung: Wissenschaftstheorie, Methodologie, Forschungsprogrammatik, Empirie“ weiterlesen

Ein Erfahrungsbericht: Über Herausforderungen des kollaborativen Schreibens

Der folgende Beitrag verhandelt die Frage, was mich dazu veranlasst hat, laut und wütend zu rufen – „Nie wieder tue ich mir das an und schreibe mit jemand anderes ein Paper!“ – sowie mögliche Ansätze einen solchen Satz in Zukunft zu verhindern. „Ein Erfahrungsbericht: Über Herausforderungen des kollaborativen Schreibens“ weiterlesen

Bildungsreferenten reformieren Bildungsreformen recht fromm

Tja, mit Bildungsreformen ist das so eine Sache.
Man wartet recht lang auf sie; sie sollen ja auch weitreichend und grundlegend sein und das braucht nun einfach mal Zeit.Bildschirmfoto 2015-12-15 um 18.26.32

Bei der am 17. November 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Frauen vorgelegten Reform ist das grundsätzlich anders. Auch diese Reform hat den Anspruch „umfassend“ und fundamental zu sein. Dies zeigt sich auch im eigens formulierten Anspruch „eine nachhaltige Antwort auf die Herausforderungen im Bildungs- und Schulwesen von heute und morgen“ geben zu wollen. „Bildungsreferenten reformieren Bildungsreformen recht fromm“ weiterlesen

Rückblick: Flensburg Winter School 2015

Mit etwas Verspätung hier ein kleiner Rückblick auf die Mitte November statt gefundene Flensburg Winter School 2015:

Vor zwei Jahren veranstaltete das Seminar für Medienbildung der Europa-Universität Flensburg die erste Flensburg Winter School 2013 unter dem Motto »Medien – Bildung: Schule neu denken!«. Dies war nicht nur der Startschuss für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt MediaMatters! (in dem ich seit Juli mitarbeiten darf), sondern ebenso für weitere Veranstaltungen im Format der Flensburg Winter School.

Am 19. und 20. November fand schließlich die Flensburg Winter School 2015 statt. Diese wurde erneut von der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) gefördert und vom Seminar für Medienbildung der Europa-Universität Flensburg organisiert. Mit dem Schwerpunktthema »Schule in der Netzwerkgesellschaft – Medienbildung im Schulprogramm« wurden konkrete Konzepte und Programme zur Medienbildung von ausgewählten Schulen ins Zentrum gestellt. „Rückblick: Flensburg Winter School 2015“ weiterlesen

Schule in der Netzwerkgesellschaft – Flensburg Winter School 2015

MM_GrasDer folgende Text ist absolut der Kategorie „Werbung in eigener Sache“ zuzuordnen. Deswegen ist er nicht weniger interessant oder relevant.

Und zwar veranstaltet das Seminar für Medienbildung der Europa-Universität Flensburg – dem ich ja seit Juli angehöre –  am 19. und 20.11.2015 die diesjährige Flensburg Winter School:

19.11. | ab 18 Uhr   Vortrag & Schnittchen
20.11. | 10-18 Uhr   Workshops

Das Thema, dem wir uns in diesem Jahr widmen lautet: »Schule in der Netzwerkgesellschaft – Medienbildung im Schulprogramm«.

„Schule in der Netzwerkgesellschaft – Flensburg Winter School 2015“ weiterlesen

Stellt Blumen in die Fenster (ein Text von Thomas Arzt)

E012_trauung-12igentlich wäre es lange schon an der Zeit, dass ich hier von meinen Erfahrungen im neuen Job (Universität Flensburg) oder von meinem Voranschreiten bei der Promotion berichte. Aber um ehrlich zu sein, treiben mich – neben diesen durchaus spannenden Dingen – gegenwärtig viele andere Themen um…

Daher ist es mir eine Ehre und Freude hier einen Text meines Partners, besten Freundes und Ehemanns Thomas Arzt veröffentlichen zu dürfen. Er hat mich darum gebeten und ich komme dieser Bitte sehr sehr gerne nach. Ich freue mich, dass die Seiten hier nicht nur mit meinen (wissenschaftlichen) Überlegungen, sondern auch mit Literarischem, Kritischem und durchaus auch Politischem gefüllt werden…

Stellt Blumen in die Fenster

Thomas Arzt, 11. September 2015

Ist verwelkt, der Strauß, und mit ihm die Schönheit. Hatt ich besorgt die Schönheit, für meine Frau, das war vor sieben Tagen. Wollt los und ihr, weil sie’s so gern hat, wenn was strahlt, daheim, und blüht, dann diesen Strauß vom Markt am Tisch im Wohnzimmer platzieren, für uns daheim. Bin rauf, die Treppen, grad noch auch das Brot vom Markt und frische Kipferl mit Rosinen, das war der Samstag, 5. September. Hatt etwa 30 Euro noch bei mir, für die Besorgung, die waren weg, ein guter Einkauf kostet, weiß ich doch, der kostet, und auch der Strauß, die Schönheit, so war die Tür dann offen, hallo, Schatz, es kocht schon der Kaffee, sagt sie. Und dann haben wir gepackt. Sie hat gesagt, es reicht Kaffee, lass stehen, die Nachrichten sind gelaufen, lass stehen, ich schau sie an, sie sagt, lass stehen, es kommen heut Hundert. Vielleicht sind es Tausend. Wir wissen, und sagen’s nicht laut, es sind Millionen. Ich hab ihre Hand gespürt, eine Hand für die Hundert, die Tausend, wir fühlen es still, es sind Millionen.Am Bahnsteig vom Westbahnhof, ich halt sie ganz fest, ein Gefühl, ich könnt sie verlieren, bin eingestellt auf den Sturm. Ein Ansturm, die Nachrichten sind gelaufen, die Züge sind voll, die Busse sind voll, die Ohren sind voll, und die Säcke, die Taschen, Einkaufswagen mit Brot, nicht Kipferl hier mit Rosinen, das Einfachste halt, und um 30 Euro, da ist sich sehr viel mehr ausgegangen, als erwartet, wenn wir nur wollen. Ich hör diese Sätze, wenn wir nur wollen. Ich seh diese Sätze und fühl das dann auch, als sie aussteigen, sie, wer sind sie? Sind es die Hundert? Sind es die Tausend? Die Nachrichten, noch immer sind sie um uns, wir halten uns nicht mehr, denn wir verteilen die Äpfel, das Wasser und Schokolade, zwei Mädchen freuen sich. Ihre Mutter weiß erst nicht, ob sie’s nehmen soll, oder nicht. Die Bereitschaft zu helfen ist ein ebenso großer Ansturm, wie die Bedürftigkeit nach Hilfe. Könnt ich denn anderes tun, als hier jetzt zu weinen, zu klatschen, zu handeln, es reißt mit, diese Hilfe, und ich hab das Gefühl, ich versteh das Alles noch gar nicht.

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Ich habe meinen Hafen gefunden. Oder: Noch mehr Neues von Mai bis Juli

Es war cirka Mitte Mai, als ich in einem Beitrag anstehende Neuerungen im privaten und beruflichen Kontext angekündigt und gleichzeitig eine Portion Geduld eingefordert habe. – Nun ist es so weit und alle Neuerungen sind fix, auch wenn die tatsächliche Umsetzung dort und da noch in den Sternen steht und sich erst in den kommenden Wochen konkretisiert. „Ich habe meinen Hafen gefunden. Oder: Noch mehr Neues von Mai bis Juli“ weiterlesen

Was sich NachwuchswissenschaftlerInnen von Führungskräften an Unis wünschen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Als NachwuchswissenschaftlerInnen befinden wir uns oftmals in einer komplexen Situation: Als Angestellte einer Universität sind wir der Institution zur Arbeit verpflichtet. Hierarchische Führungsstrukturen von der Universitätsleitung, über die Fakultätsleitung bis zur Institutsleitung und nicht zu letzt die Weisung der vorangestellten Professur prägen unsere Arbeit. Gleichzeitig befinden wir uns oft in einem Qualifizierungsprozess wie dem Doktorat oder der Habilitationsphase und damit in einem Betreuungs- und Begutachtungsverhältnis mit einer bzw. der uns vorgestellten Professur.Grafik_wordpress In einer Abschlussarbeit an der Universität Innsbruck im Rahmen meines Doktoratsstudiums gehe ich daher der Frage nach, welche Wünsche NachwuchswissenschaftlerInnen gegenüber Führungskräften in der universitären Arbeitssituation einbringen. Zur Beantwortung der Frage habe ich eine Online-Umfrage gestaltet. Wenn du dich in einem

  • Promotions- oder Habilitationsverfahren befindest und
  • gleichzeitig an einer Universität angestellt bist würde ich mich über deine Teilnahme bei der Online-Umfrage freuen.

→ Hier kommst du zur Online-Umfrage. Ich freue mich über jede Teilnahme und werde mit den Angaben selbstverständlich vertraulich und respektvoll umgehen. Wenn die Daten es zulassen, werde ich über das Ergebnis hier gerne berichten.