Nachlese: Medienpädagogik in der Volksschule

Dass Medienpädagogik und der Einsatz digitaler Medien auch im Primarstufenbereich Relevanz hat ist wohl unstrittig. Der offenen Fragen und der Formulierung von spezifischen Chancen und Herausforderungen von (digitaler) Medienbildung ist die Tagung „Medienpädagogik in der Volksschule“ vom 23. Bis 24.5.2017 an der PH Salzburg aus unterschiedlichen Perspektiven nachgegangen. „Nachlese: Medienpädagogik in der Volksschule“ weiterlesen

Das forschende Hirn sucht weiter…

In der Änderungsschreiberei werden Texte gesponnen, aneinander geheftet und miteinander verwoben, um Veränderungsprozesse zu beschreiben, sie zu greifbaren Stoffen und ihre Textur erkennbar werden zu lassen. Ein Veränderungsprozess wurde hier schon öfter thematisiert und bezieht sich auf Momente des Verfassens der Dissertation und auf den Abschluss des Doktorats. Dieser Veränderungsprozess wird in diesem Beitrag nun ins Zentrum gerückt. Aus gegebenem Anlass wird ihm etwas mehr Platz eingeräumt. Dabei wird der Veränderungsprozess – so es einer ist oder war –retrospektiv von hinten aufgerollt. „Das forschende Hirn sucht weiter…“ weiterlesen

Ein Erfahrungsbericht: Über Herausforderungen des kollaborativen Schreibens

Der folgende Beitrag verhandelt die Frage, was mich dazu veranlasst hat, laut und wütend zu rufen – „Nie wieder tue ich mir das an und schreibe mit jemand anderes ein Paper!“ – sowie mögliche Ansätze einen solchen Satz in Zukunft zu verhindern. „Ein Erfahrungsbericht: Über Herausforderungen des kollaborativen Schreibens“ weiterlesen

Stellt Blumen in die Fenster (ein Text von Thomas Arzt)

E012_trauung-12igentlich wäre es lange schon an der Zeit, dass ich hier von meinen Erfahrungen im neuen Job (Universität Flensburg) oder von meinem Voranschreiten bei der Promotion berichte. Aber um ehrlich zu sein, treiben mich – neben diesen durchaus spannenden Dingen – gegenwärtig viele andere Themen um…

Daher ist es mir eine Ehre und Freude hier einen Text meines Partners, besten Freundes und Ehemanns Thomas Arzt veröffentlichen zu dürfen. Er hat mich darum gebeten und ich komme dieser Bitte sehr sehr gerne nach. Ich freue mich, dass die Seiten hier nicht nur mit meinen (wissenschaftlichen) Überlegungen, sondern auch mit Literarischem, Kritischem und durchaus auch Politischem gefüllt werden…

Stellt Blumen in die Fenster

Thomas Arzt, 11. September 2015

Ist verwelkt, der Strauß, und mit ihm die Schönheit. Hatt ich besorgt die Schönheit, für meine Frau, das war vor sieben Tagen. Wollt los und ihr, weil sie’s so gern hat, wenn was strahlt, daheim, und blüht, dann diesen Strauß vom Markt am Tisch im Wohnzimmer platzieren, für uns daheim. Bin rauf, die Treppen, grad noch auch das Brot vom Markt und frische Kipferl mit Rosinen, das war der Samstag, 5. September. Hatt etwa 30 Euro noch bei mir, für die Besorgung, die waren weg, ein guter Einkauf kostet, weiß ich doch, der kostet, und auch der Strauß, die Schönheit, so war die Tür dann offen, hallo, Schatz, es kocht schon der Kaffee, sagt sie. Und dann haben wir gepackt. Sie hat gesagt, es reicht Kaffee, lass stehen, die Nachrichten sind gelaufen, lass stehen, ich schau sie an, sie sagt, lass stehen, es kommen heut Hundert. Vielleicht sind es Tausend. Wir wissen, und sagen’s nicht laut, es sind Millionen. Ich hab ihre Hand gespürt, eine Hand für die Hundert, die Tausend, wir fühlen es still, es sind Millionen.Am Bahnsteig vom Westbahnhof, ich halt sie ganz fest, ein Gefühl, ich könnt sie verlieren, bin eingestellt auf den Sturm. Ein Ansturm, die Nachrichten sind gelaufen, die Züge sind voll, die Busse sind voll, die Ohren sind voll, und die Säcke, die Taschen, Einkaufswagen mit Brot, nicht Kipferl hier mit Rosinen, das Einfachste halt, und um 30 Euro, da ist sich sehr viel mehr ausgegangen, als erwartet, wenn wir nur wollen. Ich hör diese Sätze, wenn wir nur wollen. Ich seh diese Sätze und fühl das dann auch, als sie aussteigen, sie, wer sind sie? Sind es die Hundert? Sind es die Tausend? Die Nachrichten, noch immer sind sie um uns, wir halten uns nicht mehr, denn wir verteilen die Äpfel, das Wasser und Schokolade, zwei Mädchen freuen sich. Ihre Mutter weiß erst nicht, ob sie’s nehmen soll, oder nicht. Die Bereitschaft zu helfen ist ein ebenso großer Ansturm, wie die Bedürftigkeit nach Hilfe. Könnt ich denn anderes tun, als hier jetzt zu weinen, zu klatschen, zu handeln, es reißt mit, diese Hilfe, und ich hab das Gefühl, ich versteh das Alles noch gar nicht.

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Wozu eine Tagung zur Frage des Wozu´s der Medienbildung?

Rückblick auf die Tagung „Medien – Wissen – Bildung“, Innsbruck, Februar 2015

IMG_2442Ende Februar 2015 fand an der Universität Innsbruck[1] eine weitere Ausgabe der Konferenz-Reihe Medien – Wissen – Bildung statt. Die diesjährige Tagung folgte dem Anspruch sich dem „Drehtürbegriff“ Medienbildung zu nähern und diesen wissenschaftlich, theoretisch, praktisch und künstlerisch abzutasten und zu legitimieren. Das im Call formulierte Ziel war es, in einer „interdisziplinären und internationalen Gemengelage Synergien“ zwischen heterogänen Zugängen zu eruieren und sichtbar zu machen. Neben klassischen Vorträgen mit anschließender Diskussion fanden Lightning Talks, Poster Sessions, Workshops, Paper Discussions und ein Speed-Dating, bei dem im Schnellverfahren differente wissenschaftliche Zugänge kennengelernt und gegenübergestellt werden konnten, statt.

Die übergeordneten Fragen lauteten: Welche Zielvorstellungen generiert Medienbildung hier? Wozu wird diese betrieben?. Oder kurz: Medienbildung wozu?

Kritisch kann man daran anschließend fragen: Wozu eine wissenschaftliche Konferenz zur Frage des Wozu´s der Medienbildung? – Dieser Frage geht der vorliegende Tagungsrückblick an Hand einiger konkreter Aspekte nach. „Wozu eine Tagung zur Frage des Wozu´s der Medienbildung?“ weiterlesen

Krise? Ich soll in einer Krise sein? – Fragebogen

Liebe Alle,

Im Rahmen meines PhD-Studiums der Bildungswissenschaft mache ich ein Seminar, indem ich mich mit der Frage subjektiver Wahrnehmung von Krisen auseinandersetze.IMG_0803

Ich versuche also Fragen wie…

  • Wie nehmen wir persönliche Krisen wahr?
  • Nehmen unterschiedliche Personen persönliche Krisen in ähnlicher Weise wahr?
  • Sind diese Beschreibungen mit jenen aus der wissenschaftlichen Literatur vergleichbar?
  • Was bedarf es oder was hilft um eine Krisensituation zu bewältigen?

zu beantworten. „Krise? Ich soll in einer Krise sein? – Fragebogen“ weiterlesen

Universität im Dorf 2014 – Besuch in Außervillgraten (Osttirol)

Neue Medien – neue Sitten?Villgratental

Dieser Frage haben sich am 29. und 30.11.2014 einige WissenschaftlerInnen der Universität Innsbruck und Interessierte der Gemeinde Außervillgraten (Osttirol) in einer unglaublich ansteckenden, diskussionsfreudigen und angenehmen Atmosphäre gewidmet.

Ich sag es ganz persönlich und gleich vorweg:
Die Veranstaltung ist grandios und ein großes Geschenk für alle Beteiligten! „Universität im Dorf 2014 – Besuch in Außervillgraten (Osttirol)“ weiterlesen

Von Trans-, Para-, Ko-Humanismus oder einfach nur vom Menschsein

Ein Rückblick anlässlich des Medientags 2014 der Innsbruck Media Studies

Gestern fand der 10. Medientag der Innsbruck Media Studies statt, der sich rund um das Thema Körperphantasien: Mediale Inszenierungen zwischen Traum und Wirklichkeit drehte. Hier mein Rückblick und einige weiteführende Gedanken dazu.

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Anti-Rückblick: Vernetzt und Digital (Sekt. Medienpädagogik, DGfE, Nov.14)

DGFESchon im Zug von Augsburg nach Österreich habe ich mir wie wild Notizen gemacht um hier so rasch wie möglich einen möglichst umfangreichen und informativen Rückblick auf die die Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik, DGfE, 13./14.Nov. 2014, Augsburg zu bieten.

All jene, die gehofft hatten einen eben solchen zu lesen, werden hier aber enttäuscht. Eher gebe ich einen Anti-Rückblick oder eben Ausblick.

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