Da steh ich nun, ich armer Tor… – Conclusio-Versuch zur GMW14

Kann man im Goethe´schen Faust lesen:

Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.

So gilt für mich resümierend im Anschluss an die soeben zu Ende gegangene GMW14-Tagung (Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft) unter der thematischen Fokussierung „Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken“ an der PH Zürich:

Da stehe ich nun, ich armer Tor,
und weiß noch viel weniger als zuvor.Zürich_GMW

Bin ich noch mit einem vagen und schwammigen Verständnis von Raum, Räumlichkeit und einer möglichen Trennung zwischen „realen“ und „medial-vermittelten“ bzw. „medial-virtuellen“ Umgebungen nach Zürich gefahren, hat sich dieses rasch bei den diversen Sessions, aber hauptsächlich in den Kaffeepausen- und Heimweg-Gesprächen auf der Zugfahrt (Danke @timovt) in zunehmenden Maße verflüchtigt.

  • Was ist ein Raum und was sind Räume?
  • In welcher Form greifen Räume ineinander – egal ob „real“, „medial-virtuell“ oder was auch immer? Und wie nehmen wir diese Raum-Konglomerate wahr?
  • Welche Rolle spielt die Frage der Aufmerksamkeit bei der Raumwahrnehmung? Können wir uns körperlich im realen, topografischen Raum befinden, während wir „geistig“ dh. mit unserer Aufmerksamkeit im medial-virtuellen Raum aufgehen?

Der Versuch eines Resümees im Anschluss an die GMW14 ist angesichts dieser offenen Fragen schlicht und einfach zum Scheitern verurteilt. „Da steh ich nun, ich armer Tor… – Conclusio-Versuch zur GMW14“ weiterlesen

Atmosphärisches und Spielerisches

Eingang…Langsam öffne ich die schwere, hohe Eingangstür. Sie knarrt als wäre sie aus einem anderen Jahrhundert. Es eröffnet sich ein langgezogener, miefiger Eingangsbereich eines alten Zinshauses. Zunächst fällt mein Blick auf den schon abgenutzten, an vielen Ecken abgestoßenen Mosaik-Boden. Jugenstil! Am anderen Ende des Raumes befindet sich ein kleines Fenster von dem aus ein Lichtstrahl in schräger Linie auf den Boden fällt und einen kleinen Bereich des Mosaiks erhellt. Neben dem Fenster erblicke ich im Dunkeln eine Treppe mit schmiedeeisenem Handlauf. Ich trete zunächst vorsichtig, dann bestimmter ein. Mein Blick streift vom Boden links, dann rechts zur Wand. Suchend nach möglichen Hinweisen. Jedes noch so kleine Zeichen könnte auf einen Schatz, ein Werkzeug oder aber auf Gefahr verweisen. Auf der rechten Seite entdecke ich eine Reihe metallener Briefkästen. Manche sind ausgebeult. Spuren eines gemeinen Briefkasten-Raubes? Soll ich einen Blick in den Briefkasten wagen oder gleich die Treppe rauf? Auf Zeit spielen oder auf ein erfreuliches Paket im Briefkasten hoffen? – Ich nehme meinen Mut zusammen und öffne den Briefkasten. Darin befindet sich ein bräunliches Paket. Mit Kugelschreiber wurde eine Adresse darauf vermerkt. Die Verpackung ist – vermutlich durch den Postweg – sehr in Mitleidenschaft gezogen. Wienerisch würde man sagen, es ist „obgschnuddlt“. Mein Interesse gilt aber nicht der Verpackung, sondern der Frage was sich darin befindet… Etwas erfreuliches oder…

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