Im „Werken“ am Werk entsteht das Werkzeug

IMG_1709Oktober ist´s!
Zeit der Bierzeltfeste, der Maßkrüge, der Dirndlkleider und der mit neu inskribierten Studierenden gefüllten Unis.

Ich bin über den Sommer fleißig an der Arbeit gesessen. Jetzt hab ich mir auch ein Bier verdient.
Über den Sommer hat mich ein Gedanke immer wieder beschäftigt, der all jenen, die einem Bierzeltfest beiwohnen eher wurscht sein wird, aber für all jenen die ins wissenschaftliche Arbeiten neu eintauchen leitend sein kann.

In den vergangenen Wochen habe ich mich intensiv mit J.F. Lyotard beschäftigt. (Gut, der Sprung von Bierzeltfesten und Dirndlkleidern zu Lyotard ist ein großer!) Ein detaillierterer Exkurs über Lyotards sprachtheoretische Auseinandersetzng mit postmodernen Gesellschaften findet sich in einem Abschnitt meiner Dissertation und wird hier zu einem späteren Zeitpunkt genauer besprochen. Ein Gedanke Lyotards lässt mich jedoch nicht mehr wirklich los. Das ist jener darüber, wie sich Regeln und Werkzeuge eines geschriebenen, eines bildnerisch dargestellten, eines handwerklich hergestellten etc. Werkes erst in der Arbeit an diesem Werk herauskristallisieren. „Im „Werken“ am Werk entsteht das Werkzeug“ weiterlesen

„Nach-Schauen“ als postmoderne Handlungsform

In den letzten Wochen habe ich mich in Gedanken über die Art und Weise, wie wir die Welt in der wir gerade Leben beschreiben können, vertieft. Orientiert habe ich mich in diesem Zusammenhang viel an Autoren wie J.-F. Lyotard (1979) und Z. Bauman (1995, 2005) und damit an dem Diskurs rund um die Postmoderne.

Parallel dazu hat mich das Buch „Media, knowledge and education: cultures and ethics of sharingvon Sützl, Stalder, Maier und Hug (2012) zum Weiterdenken angeregt. Darin wird die These diskutiert, dass die Handlungsform des Teilens, des Sharings einen wesentlichen Stellenwert in der Kultur des 21. Jhdts. eingenommen hat.

Neben diesem Teilen und Sharen scheint aber eine weiteres Muster für unsere ein gegenwärtig häufige Handlungsform. So habe ich der letzten Zeit häufig den Satz: „Moment, ich schau gleich nach.“ gehört.
Meistens ist damit eine schnelle, umgehend erfolgende Internet-Recherche bspw. auf Wikipedia, aber auch in der eigenen Mailbox, im Kalender oder in den am Smartphone gespeicherten Kontakten gemeint. Der Satz bezieht sich daher auf eine kulturelle Handlung die die Komponenten medialunterstützer Informationsspeicher, Schnelligkeit und Aktualität einbezieht. Es geht also um einen schnellen Blick, um ein schnelles Schauen. – Diesem Nach-Schauen möchte ich ein wenig nach-schauen, es näher betrachten.

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