Künstler:innen
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Bettie I. ALFRED
In Berlin lebende Collagenkünstlerin, deren auf alten Schreibmaschinen getippte und collagierte Ankündigungen an die Dadaisten Kurt Schwitters u. Hannah Höch erinnern. Auch Ausstatterin der experimentellen Animatiionsfilme des Filmemachers Daniel Höpfner. Bekannter als Autorin u. Hörspielmacherin (siehe TEXTLEUTE)
Felix BAXMANN
In Berlin lebender Zeichner, geb. 1987 in Ludwigsfelde (DDR), studierte Freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Hanns Schimansky, sowie an der Universität der Künste in Berlin bei Mark Lammert, dessen Meisterschüler er bis 2017 war. Seine Zeichnungen mit Micropigmenttusche auf Papier bestehen aus unzähligen winzigen Webmustern, die in mehreren Lagen so verdichtet werden, dass an Textilien erinnernde Strukturen entstehen.
BISHER: Temporary Art Center, Eindhoven 2013. Galerie Inga Kondeyne, Berlin 2014. Kunstmuse-um Ahrenshoop 2015, Rostocker Kunstpreis für Handzeichnung 2017. Paper Art Fair, Amsterdam; Paper Positions, Basel; Salon der Gegenwart, Hamburg 2018. Galerie Michael Sturm, Stuttgart; PAN Art Fair, Amsterdam; Paper Positions, Frankfurt/Main; Drawing Now Art Fair, Paris 2019. Brandenburgischer Kunstpreis: Schloss Neuhardenberg; Soloshow; Galerie Martin Mertens, Berlin 2020. Initial Stipendium, Akademie der Künste, Berlin; Kunstverein Rosenheim, Städtische Galerie; Losito Kunstpreis, Kressmann-Zschach Foundation, Berlin 2021. Kunstpreis Haus am Kleistpark, Berlin; Art Karlsruhe, Galerie Michael Sturm; Paper Positions, Galerie Martin Mertens, Berlin 2022. usw.
Mateusz BOGDANOWICZ
Tänzer, geb. 1994 in Polen. Kommt vom Hip-Hop und den Kampfkünsten, studierte 2014-2019 er in Krakau Tanz, 2019-2021 Tanzkomposition u. Choreographie an der Folkwang Universität der Künste in Essen, kreierte dort eigene Tanzstücke. Seit März 2022 ist er Ensemblemitglied des Folkwang Tanzstudios.
Jennie BOULTBEE
Tänzerin, geb. 1994 in England. Studierte in London bis 2019 zeitgenössischen Tanz am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance u. 2019 – 2021 Tanzkomposition u. Interpretation an der Folkwang Universität der Künste in Essen, ist Mitglied des Frauenkollektivs "MassHysteria", das Live- und digitale Arbeiten kreiert. Seit 2021 ist sie Ensemblemitglied des Folkwang Tanzstudios.
Caroline BRÜNEN
geb. 1991, studierte Lateinamerikawissenschaften in Köln und Mexiko-Stadt, sowie Künstlerische
Fotografie an der Kunsthochschule für Medien Köln. In ihren Projekten beschäftigt sie sich mit verschiedenen Aspekten sozialer und ökologischer (Un-) Gerechtigkeit und der Frage, wie Machtstrukturen Infrastrukturen formen. Sie nutzt Fotografie, Text, Audio und Video, um auf Unsichtbarkeit angelegte Strukturen sichtbar(er) zu machen. Dabei zielt ihre Arbeit darauf ab, die Geschichten derjenigen zu erzählen, deren Perspektive in vorherrschenden Narrativen oft überhört werden.
Ihre Arbeiten wurden bisher unter anderem im Goethe-Institut in Paris, im Kunsthafen Köln und im Glasmoog in Köln ausgestellt.
Eva BRUNNER
Geb. 1966 in Kärnten, österreichische Schauspielerin, bekam ihr Kärtnerisch am Mozarteum Salzburg trotz des Erwerbs von Bühnendeutsch nicht abtrainiert, spielte indes fortan nicht mehr in Österreich, sondern an ganz vielen Theatern in Deutschland und der Schweiz. Zauberhafte Hörspielsprecherin. Seit 2016 kann sie auch inszenieren. Verheiratet mit dem Schweizer Neo-Dada-Cellisten Bo Wiget.
Gustave CHAISSAC
1910 – 1964, geboren in Avallon/Frankreich. War als Künstler Autodidakt und lebte von der Schuhmacherei. Er bemalte jeden verfügbaren Malgrund, z.B. ein Brett. Höhlenmalerei und Kinderzeichnungen beeinflussten ihn. Er stand in dauerndem Briefkontakt mit Galeristen, Autoren und Künstlern. An manchen Tagen schrieb er mehrere Briefe. Ein von Chaissac bemaltes 3 m hohes Brett befindet sich im Museum Ludwig Köln. Eine detailgenaue Raubkopie steht im Innenhof der Änderungsschreiberei Köln.
Jun-Y Ciao
Geb. und aufgewachsen in Shanghai, ist bildender Künstler und Improvisations-Klangkünstler. Er lernte von Kind auf traditionelle chinesische Kalligrafie u. Malerei, begann sich mit 20 für die Fluxus-Aktionskunst zu interessieren, studierte ab 2000 an der Kunsthochschule Mainz, dann an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er 2006 abschloss. Er integriert das Wissen der östlichen traditionellen Kunst in zeitgenössische künstlerische Konzepte u. Praktiken als eine Form der nicht nur symbolischen Verschmelzung. Er praktiziert Malerei, Fotografie, Installation, Musik und Performance, die er konzeptionell als Teil eines gemeinsamen künstlerischen Schaffens ansieht. Er lebt in China u. Deutschland.
Evelin DEGEN
ist Flötistin und Mitbegründerin des interdisziplinär arbeitenden PART-Ensembles. Als Solistin gilt ihr Interesse neben dem traditionellen Repertoire vor allem der Gegenwartsmusik. Konzerte und Meisterkurse führen sie regelmäßig in verschiedene europäische Länder, darüber hinaus nach Nord- und Südamerika sowie nach Asien. Evelin Degen unterrichtet als Honorarprofessorin an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Zusammen mit ihrem Duopartner Matthias Geuting arbeitet sie an einer Erweiterung des Repertoires für Flöte und Orgel.
Piotr DLUZNIEWSKI
Geb. 1952 in Lodz/Polen, übersiedelte 1958 nach Deutschland und lebt seit Jahren in Köln sowie auf Reisen in seinem Atelierbus. Galerien zeigten sein Werk in Einzelausstellungen in Köln, Berlin, Wien, Lausanne und Paris. Performances und Installationen realisierte er außer in Köln auch in Fribourg, Berlin u. Graz. In Gruppenausstellungen ist er von Krakau über Berlin u. Zürch bis New York vertreten.
Er selbst beschreibt seinen Weg so: "Walking in the forest, having romantic dreams, meeting friendly cows (...) I like to draw and to paint what I like to see and also what I would like to see. I started to draw and paint as a child. My first admirers were my mother, sometimes also my father and always my aunt Renata. Some years later I started to draw my erotic phantasies about my aunt Renata and this was the real beginning of my career as an artist although from then on I was hiding my drawings for many years, until..."
Jean-Michel FAUQUET
Geb. 1950 in Lourdes, begab sich auf eine zwölfjährige Reise nach Kanada, wo er an der Universität Fotografie unterrichtete. Nieder ließ er sich jedoch in Paris und stellte dort seine Werke aus. Seine Arbeiten gleichen eher Ölgemälden, manchmal auch Druckgrafiken, als Fotos. Seine fotografischen Verfahren machen ihn zu einem Bildhauer des Lichts, während die Verwendung spezieller Papiere und Trägermaterialien ihn auch einem Alchimisten ähneln lassen. Zeichnung, Malerei, Bildhauerei und Fotografie sind die Verfahren, die er zur Realisierung seiner Bilder einsetzt. Seine Werke wurden sowohl international als auch in Galerien und Museen in Frankreich ausgestellt, ehrvorzuheben sind dabei die Rencontres photographiques d'Arles 2013. Jean-Michel Fauquet ist außerdem in großen Sammlungen vertreten (Le Fonds national d'art contemporain, La Bibliothèque nationale de France, la Maison Européenne de la Photographie, le Musée national d'art moderne). Er lebt und arbeitet heute in Südfrankreich.
Ronald FRANKE
Geb. 1960 in Bonn, 1966-77 aufgewachsen in Brüssel, 1982-88 Studium an der Kunsthochschule Köln, Meisterschüler von Dieter Kraemer, 1982-91 div. Reisestipendiem. Auf seiner 1. Stipendienreise begann er Flusslandschafts-Aquarellskizzen vom Zug aus festzuhalten, malte dann von Frachtkähnen aus Wasserstraßen und ihre Schleusen als dunkle, theatrale Tore ins Ungewisse. Sein Hauptthema aber wurden expressiv und gestisch gemalte Stadtlandschaften, mit den kubischen Formen brutaler Stadtarchitektur und den Kraftlinien des Straßenverkehrs, bis an die Grenzen der Abstraktion. Zahlreiche Ausstellungen von 1984 bis 2015, seit 2003 als Künstler der Galerie Incontro Köln Teilnahme an internationalen Kunstmessen. Artist in Residence 2012 in Neapel, 2013 in New York, 2014 in Berlin. In seinem letzten schaffensintensiven Lebenjahr experimentierte er mit der Farbe Gold. Ronald Franke starb am 30. Januar 2015 nach schwerer Krankheit.
Matthias GEUTING
Organist und Musikwissenschaftler, folgt als Solist regelmäßig Einladungen zu bekannten, der aktuellen Musik gewidmeten Festivals im In- und Ausland. Für das von ihm mitbegründete PART-Ensemble entwickelt und kuratiert Geuting offene, spartenübergreifende Konzertformate. Auf dem Gebiet der Improvisation sucht er Beziehungen zu Tanz, Performance und Schauspiel. Geuting studierte an der Essener Folkwang-Hochschule (heute Universität der Künste) bei Gerd Zacher und wurde an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Er unterrichtet an verschiedenen Hochschulen und ist Autor und Herausgeber diverser Fachpublikationen.
Claudia GRÜNIG
Geb. im Rheinland. Studierte Malerei in Köln, war Meisterschülerin bei Dieter Kraemer, betrieb auch Trickfilm, Illustration u. Bühnenbild. Als Malerin verfügt sie über eine altmeisterliche Technik und verfremdet gern Motive klasischer Malerei. Als Fotografin komponiert sie surrealistisch anmutenden Szenarien, die wie Gemälde wirken. Im Spannungsfeld zwischen fragiler Intimität und Einsamkeit, hilfreicher Nachbarschaft und übergriffiger Einmischung greift sie Impulse der Wirklichkeit auf und überführt sie in surreale Bildwelten, die darüber hinausweisen. Das Paradoxon, „Fotografien zu erfinden“, gelingt der Künstlerin dabei mit einer Leichtigkeit, die dem Betrachter den Weg öffnet, Sehgewohnheiten und Konventionen hinter sich zu lassen. Rege Ausstellungstätigkeit.
Hannes HELLMANN
Geb. 1954 in Berlin. Schauspielausbildung HdK Berlin (heute Universität der Künste). 1982-1994 Theater an der Ruhr Mülheim, grafische Arbeiten im Dialog mit dem Maler Michael Irmer, die er mit dessen Tod 1996 beendet, Beschäftigung mit dem Werk von John Cage. 1994-1999 Thalia-Theater Hamburg. 2001-2005 Münchner Kammerspiele. Als Sprecher Neue Musik mit dem Frankfurter Ensemble Modern und dem Klangforum Wien. Seit 1996 in über 200 Film- und Fernsehproduktionen. 2025 Wiederaufnahme der bilderischen Arbeit.
Karin HOCHSTATTER
geb. in Köln, arbeitet im Schwerpunkt mit Skulptur und Installation, wobei das Experimentieren mit den Medien Film, Fotografie und Zeichnung ihr Werk erweitert. Ihre Arbeiten alternieren »zwischen Form und ihrer Auflösung, Ordnung und Chaos, zwischen einer erkennbaren Absicht und scheinbarem Zufall«. Improvisationen fragiler Zustände, »changierend zwischen Fläche und Raum, zwischen Objekt und Projektion, Abbild und Bild«.
Karin Hochstatter studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, erhielt zahlreiche Preise u. Stipendien u. a. Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln. Ihre Arbeiten waren u.a. Lehmbruckmuseum Duisburg, Bonner Kunstverein, Kunstmuseen Krefeld, Museum Basler Papiermühle, Goethe Institut China präsentiert. Lehrtätigkeiten hatte sie u.a. Kunstakademie Mainz, LMU Los Angeles, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Darüber hinaus organisiert und kuratiert sie kooperative Projekte (EWVA; Strichstärke; Aus dem Koffer u.a.) mit thematische Ausstellungen, Symposien und Podcasts.
Katharina HOFFMANN
studierte Cello bis 2005 Cello bei Klaus-Dieter Brandt (Musica Antiqua) und Katharina Troe (HfMT Köln). 2019 schloss sie mit einer Dissertation zur Musik Luigi Nonos an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar ab. Seit 2004 spielt sie Konzerte und auf CD-Einspielungen im Bereich Globale Musik, Improvisation und Neue Musik in Deutschland, Europa sowie auf Réunion u. Madacascar. Ab 2011 folgten Konzerte und CD-Produktionen als Duo Celsant mit Poolad Torkamanrad, Santur, mit Eigenkompositionen zwischen iranischer Tradition, zeitgenössischer Improvisation und europäischer Klassi, seit 2019 als Duo Neshan mit Nima Khoshravesh, Setar. Seit 2020/21 ist sie Mitglied des zeitgenössischen Scott Fields Ensemble und pflegt die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Vahid E. Hosseini. Es fogten Konzerte im Fountainhead-Ensemble sowie zeitgenössische Neuarrangements indischer und europäischer Kompositionen der Renaissance. - Mehr Info: kathacel.wixsite.com/info
Daniel HÖPFNER
Geb. 1971 Neuburg an der Donau, seit 1972 in Berlin, Musiker u. Filmemacher. Seine experimentellen Puppentrick-Kurzfilme sind als klassische handmade-Animationsfilme realisiert. Sie leben von suggestiven Bildern in scheinbar realen Räumen und ihrer
ausgefeilten Tonspur. Nostalgie, Erinnerung, Spiegelung, Ungesagtes u. Vergessenes erzeugen geisterhafte Stimmungen, die an frühe Stummfilme oder die Filme der Surrealisten erinnern. Man könnte ihn auch einen Tarkowski des Animationskurzfilms nennen. Höpfners erster Film Cherchez la femme (2002) brachte ihn an die Filmhochschule Babelsberg. Mit seinem Abschlussfilm Anhalter gewann er 2008 die GOLDENE LOLA beim Deutschen Kurzfilmpreis. Es folgten Sehen wir uns nicht in dieser Welt... (2013) u. Botschaften (2020), der das Prädikat „besonders wertvoll“ erhielt.
Suse ITZEL
2005-2012 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, 2018-2024 an der Kunsthochschule für Medien Köln (postgraduiert), seit 2021 mit Schwerpunkt Literarisches Schreiben, 2024 Diplom mit Auszeichnung. Zahlreiche Ausstellungen seit 2015 in Österreich, der Schweiz u. Deutschland. In ihren Videoarbeiten u. Installationen imitiert sie Zerstörungs- u. Zerfallsprozesse, Raum u. Architektur geraten in Bewegung. Ihre jüngsten Arbeiten setzen sich mit sexualisierter Gewalt und psychischer und physischer Krankheit auseinander. Seit 2022 publiziert sie als Autorin.
Lisa JAMES
Medienkünstlerin und Autorin in Köln - siehe unter TEXTLEUTE.
Matthias KAISER
Lebt und arbeitet in Köln. Spielt präparierte und elektrifizierte Violine. Sein musikalischer Schwerpunkt: frei improvisierte Musik, erweiterte Spieltechniken für Violine mit Objekten und Elektronik. Viele Kollaborationen in festen und variablen Projekten. Seine musikalischen Kontakte reichen von Peking und Shanghai über Paris und Barcelona bis nach Brooklyn/New York. Auf dem Moers-Jazzfestival 2025 war er mit 6 unterschiedlichen Auftritten präsent. M. Kaiser arbeitet auch an konzeptionellen Stücken, die Aspekte von Komposition, Improvisation und Zufall vereinen und in grafischen und verbalen Partituren festgehalten werden.
Mohamat KAMAL ALAVI
Geb. in Teheran. Bildender Künstler u. Filmemacher. Studierte Schauspiel und Filmregie an der Hochschule für Kunst und Architektur Teheran und arbeitet als Regisseur und Produktionsleiter. Seine jüngsten Filme waren „The Single Horn“ (2022) und „Pufferfish“ (2023). Verheiratet mit der Drehbuchautorin Amineh Arani.
Birgit KEMPKER
Geb. 1956 in Wuppertal, lebt in Basel, forscht dort und anderswo im Bereich: Wort Bild Ton. Raum Idee Konzept. Texte für die Kunst. Texte in der Kunst. Pararationale und interlinguale poetische Verfahren. Forschung. Prosa. Essay. Videoessay. Video. Nachersetzungen. Hörspiel. Theater. Installation. Performance. Netz. Songs. Sounds. Animierte Ebooks. Tabutiere. Collaborationen. Sphinx.
Mehr iInfos unter: TEXTLEUTE
hans w. koch
geb. 1962, komponist und klangkünstler. von 1984-88 studium von musik, geschichte und physik an der pädagogischen hochschule weingarten, von 1988-95 komposition an der hochschule für musik, köln bei johannes fritsch. seit der studienzeit intensive beschäftigung mit den werken
von john cage und morton feldman, auch als interpret. weitere wichtige anregungen entstammen studien über giacinto scelsi und janis christou, die auch als publikationen vorliegen. daneben betreibt er forschungen zu komponistenpersönlichkeiten am rande des mainstreams, wie z.b. nicolai obouchow und leni alexander. künstlerisch gilt sein interesse der entstehung von klang und struktur als prozess, auch auf der suche nach verborgenen aspekten von alltagsgegenstaenden. dies erstreckt sich auch auf den gebrauch von computern als musikinstrumenten in einer sehr woertlichen bedeutung. 2007 gastprofessur für komposition und experimental soundpractices am california institute of the arts, los angeles. seit 2012 lehrauftrag für hybrid sound composition und extended systems am institut für musik und medien der robert schumann musikhochschule düsseldorf. daneben kuratiert er in köln konzerte und klangkunstveranstaltungen wie z.b. von 1999-2012 die BrückenMusik und seit 2009 im rahmen der Reihe M sowie seit 2010 als mitglied im vorstand von "ON - neue musik köln". seine arbeiten wurden auf festivals u. von rundfunkanstalten im in- und ausland präsentiert. er ist professor für sound an der kunsthochschule für medien Kölon (KHM). zahlreiche publikationen.
Stefan KRAUS
Geb. 1960 in Köln, Kunsthistoriker u. Leiter des Kölner Kunstmuseums Kolumba, dem er durch unkonventionelle Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte zu überregionaler Beachtung verhalf. In der Weidengasse zeigte er seine „andere Hälfte“ - Fotografien, Farbskalen u. Texte - und improvisierte auf dem Saxofon im Duo mit dem Komponisten und Marizio-Kagel-Preisträger 2024 Manos Tsangaris.
Christina KUBISCH
Geb. 1948 in Bremen. Installationskünstlerin im Bereich Klangkunst. Ihre Arbeiten bewegen sich im Schnittfeld zwischen bildender Kunst, Medien und Musik und finden sich in öffentlichen Sammlungen von San Francisco bis Berlin. Ihre„Electrical Walks“, die elektromagnetische Felder der Umgebung hörbar machen, wurden weltweit realisiert.
Lois LENGLACHNER
Geb. irgendwann in Kärnten. Land-Artist und Arte-Povera-Künstler, Gründer des Centro Arte Povera Himmelberg in einem stillgegten Wirtshaus in Himmelberg/Kärnten. Baute 2024 das in einem nach Köln verschickten Koffer ransportierbare Bühnenbild der deutschen Erstaufführung Der Mensch außer sich von Valère Novarina u. malte die Raubkopie einer Stele von Gaston Chaissac für den Innenhof der ÄNDERUNGSSCHREIBEREI. Er verliert sich gern im Wald und spricht mit den Pilzen. Existenz nicht nachgewiesen.
Mark LAMMERT
Gab. am 30. September 1960 in Berlin/DDR ist ein deutscher Maler, Zeichner, Graphiker und Bühnenbildner. Im Oktober 2025 stellt er in der Änderungsschreiberei aus.
Hier seine Biografie.
Ute LANGANKY
Geb. 1957, studierte 1976 – 1984 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter und Alfonso Hüppi und parallel dazu Philosophie an der Universität Düsseldorf. Seit 1984 freie künstlerische Arbeit, Ausstellungen im In- und Ausland. Zahlreiche Veröffentlichungen, einige davon zus. mit dem Dichter Thomas Kling. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Malerei und Fotografie sowie deren digitale Bearbeitungen. Dabei führt die neben- und übereinander geschichtete Motivik der Bilder zu cross-medialen Begegnungen zwischen Narration und Abstraktion; die serielle Arbeit mit Bildfolgen und Fotosequenzen bringt einen ebenso filmischen wie programmatischen Aspekt in den Blick. Nach dem verfrühten Tod von Thomas Kling ab 2006 Einrichtung und Betreuung des Thomas Kling Archivs / Stiftung Insel Hombroich, seit 2008 Miteinladende für Gastaufenthalte und Projekte des Field Institut Hombroich / SIH. 2012 - 2019 Lehrtätigkeit an der Universität Koblenz. Ute Langanky lebt und arbeitet auf der Raketenstation / Stiftung Insel Hombroich, Neuss.
Liese LYON
Geb. 1973 in Paris, österreichische Schauspielerin und Jodlklubsängerin. 1993-96 Schauspielschule Krauss in Wien, 1994-96 Elevin am Wiener Burgtheater, 1996–97 Dell’ Arte School of Physical Theatre in North-California. Engagementsin Wien am Schauspielhaus, Volkstheater, Theater im Rabenhof, Theater der Jugend, beim Steirischen Herbst u. bei den Wiener Festwochen. Später am Schauspiel Frankfurt, Staatstheater Mainz, Künstlerhaus Mousonturm, Staatstheater Darmstadt. Mitglied des Vokaltrios Jodlklub, das acapella dreistimmige Volkslieder und Jodler aus dem alpenländischen Raum vorträgt. Lebt in Frankfurt Bockenheim.
Ulrich MARX
Geb. 1960 in Brühl, Theaterquerdenker. Debütierte an der Freien Volksbühne Berlin (West) unter Hans Neuenfels. Als Autor, Schauspieler und Regisseur oszilliert er zwischen Heideggerschem Existenzkabarett und Luhmannschem Anarcho-Boulevard. Als freier Schauspieler Engagements von Aachen bis Zürich. Mehrmals in 30 Jahren übernahm er Regie und Titelrolle in Ein anarchistischer Bankier von Fernando Pessoa, zuletzt 2019 mit Leopold von Verschuer am Theaterdiscounter Berlin. Jahrelang war er in Kunst von Yasmina Reza am Kölner Theater am Bauturm zu sehen. Seit 2015 schreibt er Stücke für das von Sabine Hahn geleitete inklusive Theaterensemble THEATERKÖNIG für Menschen mit und ohne geistige Behinderung.
Yaniel MATOS
Geb. in Santiago de Cuba, Pianist und Cellist. Cello- und Kompositionsstudium am Instituto Superior de Arte de La Habana (Kuba), war Pianist und Arrangeur für einige der besten Bands der 90er Jahre in Havanna, wechselte 2000 nach São Paulo, Brasilien, wo er zusammen mit Ricardo Mosca und Dú Moreira das Trio Mani Padme gründete, 5 Soloalben und 3 mit dem Mani Padme-Trio. Trat mit Musikern und Bands wie Carlinhos Brown, Angra, Timbalada, Heartbreak, Jane Brunnett, Los Jubilados, Antonio Pinto, Rosário Flores, Kiko Loureiro und Dafnis Prieto auf, sowie mit Künstlern wie Yosvany Terry, Gunter Tiedemann, Eugene Friesen, Stephen Katz. Lebt seit 2023 in Bonn.
Franziska MÜNCH
lebt in Köln und ist verheiratet mit dem Maler Horst Münch. Ihre fotografischen Arbeiten widmen sich Motiven aus ihrem unmittelbaren Wohn- und Atelierumfeld. Ihre Fotoserien tragen Titel wie Stories of my House und Stories of the Studio und geben in optischen Fundstücken detaillierte
Einblicke in Arbeits- und Lebensräume. Auf Instagram dokumentiert sie ihre Arbeit unter dem Namen @storiesofmyhouse. In der Kölner Kunstszene aktiv, präsentierte sie ihre Werke zuletzt 2026 bei der 13. Kölner Editionale mit jaglaproject editionen, 2024 im Salone Rompone u. im KunstWerk Köln, 2023 in der micro galerie (EA) u. bei Richas Digest (EA), 2022 bei MG 16. Publikationen: Stories of my House II (2024), Pappen (2023), Schwarzes Quadrat, Stories of my house (2022).
Horst MÜNCH
Geb. 1951 in Nürnberg, lebt seit 1982 in Köln. 1966 begann er zu fotografieren und drehte Super-8- und 16-mm-Filme, von denen der mit Freunden 1974 gedrehte Film Am Kopf belauscht 1976 bei den Internationalen Hofer Filmtagen lief. 1975 ging Münch an die Kunstakademie Düsseldorf zu Alfonso Hüppi. 1977 fand die erste Ausstellung mit Stoffskulpturen bei Felix Handschin in Basel statt, 1979 stellte er bei Alfred Schmela in Düsseldorf aus, anschließend bei Rolf Ricke in Köln und ab 1983 bei Hans Strelow in Düsseldor. Ab 1986 zeigte Philippe Casini in Paris seine Arbeiten. Einzel- und Gruppenausstellungen gab es zuletzt im Institut für moderne Kunst Nürnberg (2019), im Käthe Kollwitz Museum Köln (2017), im Museum Morsbroich, Leverkusen (2016, 1999), in der K20 – Kunstsammlung NRW (2016) und im Neuen Museum Nürnberg (2012, 2006, 2002). Seine Malerei bewegt sich „zwischen Komik und Tragödie (…) jenseits stilistischer und formalistischer Zwangsjacken. Pinselspuren wogen, Farbflecken stürzen“, schrieb Annelie Pohlen im Kunstforum. Seine Künstlerbücher tragen so schöne Titel wie Gross Denken gross Irren, Feuerteufel Fire devil, Hybrid Haushalt, Missglückte Grazie. 1983 wurde Münch mit dem Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet, 2003 mit dem Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste (Berlin).
Valère NOVARINA
Geb. 1942 bei Genf, aufgewachsen in der französischen Savoie am Ufer des Genfer Sees. Als Autor, Theaterdenker u. Regisseur ein schwindelerregender Spracherfinder. 1983 zeichnete er in 24 Stunden die 2567 Figuren seines Stücks Le Drame de la vie, weitere Zeichen-Performances folgten. Seine Uraufführungen inszeniert er seit 1986 beim Festival von Avignon und an den größten Pariser Theatern, wobei er seine Bühnenbilder er mit meterlangen Pinseln selbst bemalt. Zuletzt wurde eine Ausstellung seiner großflächigen Ölbilder u. Videoarbeiten im Februar 2025 im neuen Centre International de la Langue Francaise im Schloss von Villert-Cotterets eröffnet. (Siehe auch TEXTLEUTE)
Carl RABUS
(1898–1983) Geb. in Kempten/Bayern, Maler. Erste Ausstellung 1920 bei Herwarth Walden in der Sturm-Galerie in Berlin. Als expressionistischer Künstler von den Nazis verfolgt, floh er mit seiner jüdischen Frau, der Fotografin Erna Adler (1913-2007) nach Brüssel, wurde nach dem Überfall Belgiens durch die deuttsche Wehrmacht 1940 im Lager St. Cyprien interniert, wo er eindringliche Zeichnungen des Legerlebens anfertigte, 1943 wegen "Rassenschande" erneut verhaftet. Nach 1945 wechselte er zur Abstraktion. Ausstellungen in Belgien, Deutschland, USA u. Israel. Werke befinden sich in Museen in Berlin, Zürich, Basel, Washington, Denver, San Francisco, Brüssel und München. !974 zog das Ehepaar von Brüssel nach Murnau, wo Rabus beim Baden im Staffelsee 1983 starb.
Monika RINCK
Geb. 1969 in Zweibrücken. Veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände und Essays, scheut weder Klugheit noch Komik, lehrt seit 2023 an der Kölner Kunsthochschule für Medien, ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin u. der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung u. gewann mehr Preise als in 3 Zeilen passen. Wenn sie nicht schreiben will, malt sie Pinselzeichnungen und Aquarelle, deren beste an Beuys-Aquarelle erinnern. Eine Auswahl ist zu sehen im Band Apollo 18 im Verlag Wunderhorn, in dem sie das im Original mit Holzschnitten von Raoul Dufy bebilderte Bestiarium des Dichters Guillaume Apollinaire für eine kollektive deutsche Neuübersetzung neu illustriert hat.
Uta RINGS
Geb. 1962 in Kassel, studiert 1981-82 in Paris, 1983-91 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Gotthard Graubner. Lebt u. arbeitet seit 1993 in Köln. Ihr vielfältiges Werk umfasst Leinwandbilder, Papierarbeiten, Wandgemälde, Diaprojektionen, Fotografien, Glasmalerei-Installationen u. -objekte. Das verbindende Element dieser Medien ist die Malerei mit dem Schwerpunktthema des Lichts der Farbe. Für ihre Glasbilder entwickelte sie eine eigene Technik des Farbauftrags.
Christiane Gerda SCHMIDT
Geb. 1966 in Dortmund, studierte Visuelle Kommunikation und schloss 1995 mit Diplom in Malerei und Grafik an der FH Dortmund ab. Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin, Grafikerin und seit einigen Jahren als Archäologische Zeichnerin für den LWL-Archäologie für Westfalen in Münster. Sie war und ist Mitglied div. Künstlergruppen und -vereinigungen. Seit 1998 stellt sie kontinuierlich in zahlreichen Galerien und Kunstvereinen von München bis Reykjavik aus.
Jürgen Kister beschreibt ihre Kunst im Kölner Stadt-Anzeiger am 16.11.2017 so: "Mit unzähligen kleinsten Strichen, äußerster Geduld und Genauigkeit hat sie eine realistische Natur-Szenerie geschaffen, die uns die Kleinteiligkeit unserer Wirklichkeit bewusst macht. Das Spannungsfeld von dunklen und hellen Zonen entfaltet das Mysterium einer vielfach verschlungenen Welt, die ebenso abgründig wie harmonisch ist. Mit zeitgemäßer Kraft zeichnet Schmidt in der romantischen Spur eines Caspar David Friedrich. Das Unheimliche auf der einen Seite, die kulturkritische Dimension auf der anderen."
Karsten THIELKER
Geb. 1965 in Bensberg bei Köln. Als Fotograf Autodidakt, heuert mit 25 Jahren bei der Agentur ap in New York an und wird sechs Jahre lang als Kriegsfotograf in blutige Konflikte geschickt, Bosnien, Somalia. 1995 erhält er zusammen mit seinen Kollegen den Pulitzerpreis für ihre Dokumentation des Genozids in Ruanda. Seit 1997 lebte und fotografierte er in Berlin, wo er 2020 verfrüht starb.
Peter TORRINGEN
spielt E-Bass in unterschiedlichen Formationen und Genre, u.a. der Kölner Band Van Zoyd und der CD Produktion Musik for Furnitures. Er arbeitet als Toningenieur und Musikkomponist für TV Produktionen sowie bei Theater- und Liveveranstaltungen.
Franz TRÖGER
Geb. 1061 in Kempten. Studierte Klavier und Komposition am Richard-Strauss-Konservatorium München, Geschichte, Politik und Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin, Magisterarbeit über Pferdebriefmarken im 3. Reich. Lebt in Bamberg und ist Deutschlands wohl einziger Miniaturspieluhrenkomponist, komponiert für Theater, Museen und Literatur und steht selbst auf der Bühne, auf der er gern auch ein paar Worte sagt. Seine Spieluhren montiert er mit motorisierten Miniaturantrieben auf verschiedenste Klangkörper wie z.B. Gitarrencorpora und Zigarrenkisten.
Manos TSANGARIS
Geb. 1956 in Düsseldorf. Als Komponist, Trommler und Installationskünstler einer der bedeutenden Vertreter des neuen Musiktheaters. Als Propagandist des Winzigen schafft er Musiktheater-Miniaturen, die sich wie Moleküle je nach Ort und Umständen drehen und verschieben können, um auf die Räume zu reagieren, in denen sie aufgeführt werden. Die Ritualisierung von Konzertformen durch Technologie und Vervielfältigung – „klassische oder Popkonzerte sind überall gleich konventionell“ – haben ihn dahin geführt, Dinge zu tun, die sich nicht mehr aus dem Kontext reißen lassen. Einen Weltrekord in Kleinheit versuchte er mit einem Musiktheaterstück, das in einem Aufzug vor einem Publikum aus 2 Personen aufgeführt wurde.Wenn er sich als „szenischer Anthropologe“ versteht, geht es ihm um unsere Möglichkeiten, Situationen wahrzunehmen und zu untersuchen. »skené« im Griechischen heißt ursprünglich »Zelt«. »Szenische Anthropologie« sei Menschenkunde in Zelten.
Paula ULBRICHT
Geb. 2007 in Bamberg. Bestickt und bemalt alles, was steht, hängt und liegt: Karton, Haut, Wände, Decken, Zimmer, Miniaturspieluhrlochstreifen und -klangkörper des Komnponisten Franz Tröger wie z.B. Gitarrencorpusse und Zigarrenkisten. Berufswunsch nach dem Abitur: Tätowiererin.
Leopold von VERSCHUER
Geb. 1961 in Brüssel. Als Schauspieler, Regisseur u. Übersetzer Autididakt. 1981-86 Anfänge im Theater u. auf der Kinoleinwand in Berlin. 1986-93 am Theater an der Ruhr, Mülheim, Tourneen in West- u. Osteuropa, USA u. Lateinamerika. Ab 1993 freischaffend, wechselnd zwischen freien Theaternn u. Stadt- u. Staatstheatern, ab 1994 mit dem französischen Theaterautor u. -künstler Valère Novarina, in dessen Uraufführungen in Frankreich er bis 2007 regelmäßig spielt, ab 1998 sein deutscher Übersetzer u. deutschsprachiger Interpret als Schauspieler und Regisseur in Theater u. Rundfunk. Engagemants und Gastspiele in Köln, Remscheid, Bonn, Düsseldorf, Berlin, München, Stuttgart, Freiburg, Kassel, Paris, Avignon, Lissabon, Wien, Graz, Zürich, Genf u.v.m. Hörfunkregie für Bayerischen Rundfunk, Deutschlandradio, HR. Veröffentlichungen als Übersetzer bei Alexander Verlag, Theater der Zeit, Matthes & Seitz Berlin. Eröffnete mit der Autorin Kathrin Röggla im Februar 2024 in Köln die ÄNDERUNGSSCHREIBEREI.Seit Mai 2025 Herausgeber zus. mit Francis Cohen der deutsch-französischen Poesiezeitschrift Ein Büro auf dem Rhein.
Lois LENGLACHNER
Geb.
Bo WIGET
Geb. 1971 in Wattwil/Schweiz. Cellist, Dada-Performer, Komponist und vielseitiger Arrangeur zwischen klassischer Musik, Neuer Improvisationsmusik, Rock-, Theater- und Hörspielmusik (für DLF, WDR, NDR, BR, SRF), erhält Kompositions- und Bearbeitungsaufträge für verschiedene Solist*innen, Ensembles und Chöre (Sing-Akademie zu Berlin, Kammersymphonie Berlin, Staats- und Domchor Berlin, Lautten Compagney, Argovia Philharmonic u.a.). Zeichnet seit drei Jahren täglich eine Tagesmelodie-Skizze, die er in den sozialen Netzwerken veröffentlicht und In Vila Real (Portugal) u. Köln (Änderungsschreiberei) ausstellte.
Lothar WILDHIRTH
Geb. 1951 in Krefeld, wuchs auf und arbeitete in Westberlin, lebte ab 1988 in Wyk auf Föhr, Schleswig, dann Flensburg. Er hat eine Vorliebe für winzige Striche auf riesigen Blättern, flüchtige Spiegelungen in zarten Farben, die scheinbare Unschuld von Buntstiften auf DinA4-Papier. Das Figurative gerät ihm abstrakt, das Abstrakte figurativ. Er liest dicke Bücher, zum Teil mehrmals. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie ihm.
Georg WISSEL
- sculptor of compressed air - spielt Saxophone und Klarinette mit dem Fokus auf zeitgenössischer Improvisierter und Neuer Musik. Neben der Arbeit an der Erweiterung saxophonistischer Spieltechniken begann er, inspiriert durch die Arbeit mit Künstlern der elektronischen Musik, die Klangpalette seiner Instrumente mittels Präparationen zu erweitern. Georg Wissel konzertiert regelmäßig international, als Solist unter dem Titel 'the Arte of Navigation', arbeitet mit namhaften Vertretern der frei Improvisierten und Zeitgenössischen komponierten Musik. Durch die Beschäftigung mit Klang und Geräusch erweitert seit 2010 die instrumentale Praxis auch durch akusmatische Klangkompositionen. Seit 2019 lehrt er auch Gruppenimprovisation an der Universität Köln.
Ludmila WITZEL
Geb. u. aufgewachsen in Russland, studierte sie Cello am Balakirev Musikolleg sowie an der Glinka-Musikhochschule ihrer Heimatstadt Gorki. Sie spielte als Cellistin in zahlreichen Orchestern und Kammermusikensembles im In- und Ausland, darunter der Kammerphilharmonie St.Petersburg u. dem Turkish-Chamer-Orchestra, sowie mit Weltmusikstars wie Trilok Gurtu und Claude Chalup. Sie ist die Gründerin des Pantera-Streichquartts und bildet mit ihrem Ehemann Reiner Witzel u. der Pianistin Jula Andreou Zografou aus Piräus das ORFEUS-Trio zur Aufführung griechischer Musik aus versch. Epochen, von klassischen Komponisten wie Hadzidakis und Konstantinidis bis zu volkstümlichen Melodien der Attik-Epoche und "Hits" der 40er bis 60er Jahre von Tango bis Rembetiko.
Reiner WITZEL
Geb. 1967 in Mannheim, gehört als Saxophonist zu den aktiven Stimmen der internationalen Jazzszene. Er studierte Saxophon in Köln sowie in New York als Stipendiat des Kultusministeriums und erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Hennessy-Jazzwaward. Konzertreisen führten in in alle Welt und auf namhafte Jazzfestivals, u.a. in Montreux, San Jose, Odessa, Yaounde und Montevideo. Er veröffentlichte zahlreiche CDs, u.a. mit seinen Bands "Witzel`s Venue" und "Drei im roten Kreis" mit Gästen wie David Sanborn, Vernon Reid und Lew Soloff, die es bis in die englischen und japanischen Jazz-Charts brachten. Konzerte und/oder CD-Aufnahmen brachten ihn mit Musikern und Bands aus Jazz und Pop wie Dave Liebman, Alex Sipiagin, Richie Beirach, Dave Kikoski, Maceo Parker, Defunkt, Fela Kuti, Roger Cicero, Udo Lindenberg, Third World, den Supremes zusammen. Er unterrichtet Saxophon an den Musikhochschulen Maastricht, Düsseldorf u. Frankfurt. Darüber hinaus organisiert er Jazzfestivals, berät Instrumentenfirmen, kompnierte für Musiktheater und arbeitet als Fotograf.
XU Fengxia
Geb. 1963 in Shanghai, chinesische Ghuzeng-Spielerin. Studierte am Konservatoriums u. der Musikhochschule Shanghai, spielte in traditionellen Orchestern und gab Solo-Konzerte. Als Mitglied des Shanghai Orchestra of Chinese Music war sie 1988 auf Gastspielreise in Deutschland. Zur selben Zeit erregte sie mit der ersten Frauen-Rock-Band Shanghais Aufsehen, in der sie als Bass-Spielerin wirkte. 1990 spielte sie im ersten Jazz-Konzert im Shanghaier People’s Theatre. Lebt seit 1991 in Deutschland. Spielt die Wölbbrettzither Guzheng u. die Langhalslaute Sangxian in Formationen für traditionelle chin. Musik, aber auch zeitgenössische- und improvisierte Musik. Als Musikerin kennt Xu keine Grenzen.